Großübung Hamburg

Sicherheitsstörung 2019

Am Samstag, 06.04, wurde mit Medizintechnikern, Rettungskräften und der Polizei an der HAW Hamburg ein realitätsnahes Szenario geübt. Es ging hierbei um eine polizeilich relevante Sicherheitslage und ad hoc alarmierte MANV-Komponenten sowie eine Krisenintervention zur Lagebewältigung. Demnach kein klassischer SEK-Einsatz! Prof. Dr. Boris Tolg und die Studenten des in Deutschland einmaligen Studiengangs „Rescue Engeneering“ haben die Übung inszeniert und seit gut einem Jahr vorbereitet.

Wir wurden auch zur Großrettungsübung eingeladen. Insgesamt versorgten so 150 Einsatzkräfte von Hilfsorganisationen (davon ca. die Hälfte ASB Hannover & ASB Kreisverband Heidekreis) in enger Zusammenarbeit über 100 Verletztendarsteller vor Ort. Darüber hinaus waren 90 Polizeikräfte an der Übung beteiligt. Das Kriseninterventionsteam setzte sich aus Einsatzleitung, Regelrettungsdienst und MANV- Einheiten (Sofort, Transport, Patientenablage, XXL) zusammen. Hierbei wurden Daten für vier Forschungsprojekte erhoben und neue Erkenntnisse in Bezug auf die Schnittstellen u. A. zwischen Polizei und Rettungsdienst gewonnen.

Nur durch regelmäßige Übungen lassen sich außergewöhnliche Einsatzsituationen im Rettungsdienst und Sanitätsdienst beherrschen. Ein Massenanfall von Verletzten (MANV) oder ähnliche komplexe Einsatzlagen kommen eher selten vor – nichtsdestotrotz muss im Falle des Falles professionell und richtig gehandelt werden. Daher sind solche Übungen unerlässlich, damit die Abläufe trainiert und verinnerlicht werden.

Unsere Einsatzkräfte erhielten wertvolle und lehrreiche Einblicke und haben diese Herausforderung, trotz der extremen Gegebenheiten, gut gemeistert. Vielen Dank an alle Einsatzkräfte für die starken Nerven und das professionelle Auftreten sowie einen dicken Dank an die Organisatoren für die großartige Planung der Sicherheitsstörung! 

Foto: Heiko Thämlitz/HAW Hamburg

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